Psychologie

Ursula Staudinger

Die alternde Gesellschaft
Die Entwicklungspsychologin Ursula Staudinger sagt älteren Arbeitnehmern ungeahnte Chancen voraus –
und weist die Wirtschaft auf eine Reserve gut ausgebildeter und hochmotivierter Kräfte hin.
Sie entwirft ein neues Bild des Arbeitens und des Alterns in unserer Gesellschaft
Psychologie Heute - Dezember 2011
Lesen Sie hier das Interview [334 KB]
Mit freundlicher Genehmigung von Psychologie Heute

Christa Spannbauer

Seht her, wir leben!
Was uns die Überlebenden der Shoah lehren können

"I will survive" . . . Mit seinem Tanz zu Gloria Gaynor's Discohit sorgte der 89-jährige Adam Kohn
im Vorjahr für Furore. Als Holocaus-Überlebender hatte er nämlich nicht irgendwo getanzt,
sondern (gemeinsam mit seinen Enkelkindern) am Gelände des Menschen-Vernichtungslagers Ausschwitz.
Das Youtube-Video bewegte und begeisterte weltweit unzählige Menschen.
Für mansche stelle es allerdings eine unerträgliche Provokation dar.
Tanzen in Ausschwitz . . . Ja, darf man das denn?

Für Adam Kohn selbst war es ein Freudentanz. An jenem Ort zu tanzen, wo seine Mutter ermordet wurde
und er selbst Entsetzliches durchleben musste, wurde für ihn erklärtermaßen zum größten Triumph
seines Lebens. "Seither bin ich kein Opfer mehr - ich habe überlebt, ich habe gewonnen",
sagt er in einem Interview. Damit führt er uns allen eindrücklich vor Augen, dass es neben Trauer
über das Leid auch noch etwas anderes gibt: die ungebrochene Freude am Weiterleben,
die sich in einer großen Liebeserklärung an das Leben kundtut.
Arikel lesen [366 KB]

Mit freundlicher Genehmigung des Wege-Verlages

Konstantin Wecker und Bernie Glassman

Über die Liebe – Ein Gespräch unter Männern
Christa Spannbauer im Gespräch mit Konstantin Wecker und Bernie Glassman
Die beiden Männer verbindet viel: ihre nicht nachlassende und geradezu ungebändigte Kraft,
sich für soziale und gesellschaftspolitische Projekte zu engagieren, eine durch Krisen gereifte
Lebenserfahrung sowie die Erkenntnis, dass wir einzig durch liebevolles Handeln und tätiges Mitgefühl
die Welt verändern können.
Kein einfacher Weg, wie der 72-jährige Zen-Meister und der 63-jährige Liedermacher
in ihrem Gespräch mit Christa Spannbauer bekennen.
Artikel lesen [3.633 KB]

Prof. Dr. Silke Heimes

Schöpferische Potentiale von Kindern im Kontext von Prägung und Reifung
Nur das Wissen um die entscheidenden Faktoren und Komponenten im Entwicklungs-
und Reifungsprozess eines Menschen erlauben es, die Voraussetzungen zu schaffen,
dass er sich seines Handlungsrepertoires bewusst werden kann, um sein volles Spektrum
an Möglichkeiten und Fähigkeiten entdecken, erleben und entfalten zu können.
Beitrag lesen [85 KB]

Dr. Belinda Mikosz

Wie viel Zeit braucht Veränderung?
Menschen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht in der Lage sind, die Anforderungen
des Lebens zu meistern und die Grundbedürfnisse ihrer Kindern ausreichend zu befriedigen,
kommen früher oder später auch mit der Jugendhilfe in Kontakt.
Häufig führt das auffällige Verhalten ihrer Kindern dazu, dass KindergartenpädagogInnen
oder LehrerInnen eine Meldung erstatten, manchmal sind es auch Nachbarn oder Verwandte,
nicht zuletzt werden geschiedene Elternteile aktiv, wenn ihnen ihre Kinder gefährdet erscheinen.
Beitrag lesen [29 KB]

über Dr. Belinda Mikosz

Prof. Dr. Silke Heimes

Künstlerische Therapien und was sie so besonders macht
Lange bevor sich der Begriff der Kunsttherapie etablierte, setzten sich bildende Künstler
wie Francisco de Goya und Edvard Munch mit inneren Bildern und ihrem Bezug zu äußeren Bildern
und der Wirklichkeit auseinander. Auch deutsche Philosophen wie Friedrich Schlegel
und Friedrich Freiherr von Hardenberg (Novalis) beschäftigten sich mit dem Verhältnis
zwischen Kunst und Leben.
Für sie war jede Lebenstätigkeit mit poetischer Bedeutsamkeit aufgeladen,
wodurch sie eine eigentümliche Schönheit und Gestaltungskraft offenbare,
die einen ebenso eigenen Stil habe wie jedes Kunstwerk. Kunst galt ihnen nicht als Produkt,
sondern als Ereignis, das immer und überall stattfinden kann, wo Menschen Tätigkeiten
mit gestalterischer Energie verrichten.

Zwischen Anpassung und Veränderung
Geht man von der Kreativität als Grundvoraussetzung für das Leben aus, ist jeder Lebensweg kreativ,
gestaltend und künstlerisch, bedenkt man die adaptiven Leistungen, die der Mensch im Lauf seines Lebens vollbringt, um individuelle Lebenswege zu finden und angemessene Lösungsstrategien zu entwickeln.
Das gesamte Leben eines Menschen ist eine kreative Auseinandersetzung mit der Welt,
bestehend aus Anpassungsleistungen auf der einen und gestaltender Veränderung auf der anderen Seite.
Für einen solchen Wechsel zwischen Anpassung und Veränderung benötigt das Gehirn moderate Reize,
um neue Netzwerke zu bilden. Moderat deswegen, weil das Gehirn nur auf Situationen reagiert,
die ihm ansatzweise vertraut vorkommen; Situationen hingegen, die ihm völlig fremd sind,
werden unterdrückt, da sie keinen Abgleich finden.
Beitrag lesen [81 KB]

über Prof. Dr. Silke Heimes

Dr. Hans-Otto Thomashoff

"Aggression und Gewalt"
"Wohin wir auch schauen: Krieg, Gewalt und Zerstörung.
Das Böse hält die Menschheit seit jeher in Atem und scheint fortwährend neue Nahrung zu bekommen.
Bleiben wir dieser Dynamik für immer ausgeliefert? "Nein", sagt der Psychoanalytiker Hans - Otto Thomashoff
und rüttelt mit seinen Erkenntnissen an unserem gewohnten Denkbild. Denn radikal neue Denkansätze zeigen,
wie wir der Aggressionsspirale entkommen können. Ein Schlüsselfaktor dabei ist die Umwertung von Aggression.
Wird sie nicht ausschließlich destruktiv gesehen, sondern auch ihr konstruktives Potenzial anerkannt,
so besteht die Aussicht, dass zerstörerische Aggressivität sich selbst und anderen gegenüber durch neue
und bessere Handlungsstrategien ersetzt werden kann."
Lesen Sie hier das Interview [485 KB]