Pädagogik

Dr. Salman Ansari

Kitas – Von der "Bewahranstalt" zur Bildungsstätte?
Die Anforderungen an Erzieherinnen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen,
die Rahmenbedingungen dagegen ungleich schwieriger geworden.
Früher oft nur als Verwahranstalten verstanden, sollen sich die Kitas von heute
zu Bildungsstätten entwickeln, die entscheidende Weichen für die Entwicklung
und den späteren Bildungsweg von Vorschulkindern stellen.
Dabei ist die Regelungspraxis verwirrend vielfältig, erscheint unpräzise formuliert
und beliebig, die faktischen Bedingungen variieren von Bundesland zu Bundesland.
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Dr. Karl Gebauer

Interaktionen - Schatzkammer der sprachlichen Bildung
Aus wissenschaftlicher Sicht hat die Beziehungsgestaltung eine revolutionäre Neubewertung erfahren.
Wir wissen heute, dass die Qualität der Beziehung die Ausbildung neurologischer Strukturen beeinflusst.
Beachtung, Anerkennung und Zuwendung aktivieren das Motivationssystem.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem eine empathische Beziehung zwischen Erzieherinnen
und Kindern eine positive Auswirkung auf die Sprachentwicklung hat. Es gilt daher, allen interaktiven Prozessen
eine große Aufmerksamkeit zu schenken. Die Interaktionen der Kinder sind eine Schatzkammer
der sprachlichen Bildung. Im Kontakt mit anderen Kindern lernt ein Kind, seine Bedürfnisse und Ziele
mit Gleichaltrigen abzustimmen und durchzusetzen.
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Dr. Salman Ansari

Naturerfahrung ist nicht Naturwissenschaft
Über die Gegenläufigkeit des pädagogischen Ansatzes vom „Haus der kleinen Forscher“
Die Natur ist viel zu komplex, um sie zu verstehen. Was wir von ihr zu wissen glauben,
sind lediglich unsere Interpretation, unsere Übersetzungen der Vorgänge der Natur,
und diese bleiben fragmentarisch. Da wir selber ein Teil der Natur sind, können wir die Natur
in ihrer Ganzheit nicht verstehen.
'Es ist also eine Illusion zu meinen, dass unser Wissen über die Natur die Natur selber darstellt.
Für viele Naturforscher waren die Ehrfurcht vor der Natur und das Erstaunen über ihre Rätselhaftigkeit
der Ausgangpunkt, um Fragen an sie zu stellen. Die intensive Beschäftigung mit den sinnlich
wahrnehmbaren Erscheinungsbildern der Natur offenbarte ihnen einige Aspekte der Naturphänomene -
und nicht mehr. Denn auch unsere Sinneswahrnehmung ist begrenzt. Daran hat sich,
trotz aller technischen Errungenschaften, bis heute nichts geändert.
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Die Kieselschule

Prof. Mag. Klaus Feßmann - Manfred Kniel
Ein Programm zur musikalischen Förderung
von Kompetenzen zur Gewaltprävention

Diese Arbeit befasst sich mit der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen mit musikalischen Mitteln als Beitrag zur Gewaltprävention. Das Präventionsprogramm – die Kieselschule – wird in Grundschulen eingesetzt.
In 26 Lektionen, die von eigens fortgebildeten Lehrkräften unterrichtet werden, können Kinder entwicklungspsychologisch in der Empathie, der Impulskontrolle, der Kreativität und in Beruhigungsmöglichkeiten gefördert werden.
Das Programm basiert in seiner theoretischen Konzeption auf den psychologischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen, dass musikalische Erfahrungen in vielfältiger Weise emotionale, kognitive und soziale Kompetenzen beim Kind fördern. Die Kieselschule kann so das bewährte Curriculum Faustlos ergänzen, das überwiegend
auf der kognitiv-verbalen Ebene ansetzt. Vor der detaillierten Darstellung der Kieselschule werden in einem ersten allgemeineren Teil dieser Arbeit die Transfereffekte von Musik, dann die angenommenen Transfermechanismen
und anschließend der Einfluss von Musik auf die frühkindliche Entwicklung dargestellt.
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Mit freundlicher Genehmigung des Magazins TRAUMA & GEWALT

Mehr über das Projekt

Dr. Salman Ansari

Frühförderung und naturwissenschaftliche Bildung
Was heißt Frühförderung und naturwissenschaftliche Bildung im Kindergarten?
Dr. Salman Ansari– 2010
Dr. Salman Ansari plädiert gegen die Akademisierung der Kindheit und gegen
Wissen aus zweiter Hand". Der Autor beschreibt, wie Kinder die Welt entdecken
und wie ErzieherInnen ihnen dabei helfen können.
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Ergänzend zu diesem Artikel finden Sie hier Beiträge [12 KB]
von Prof. Dr. Gerald Hüther und Dr. Elsbeth Stern.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion
aus Heft 5/10 von Betrifft Kinder. - Verlag "Das Netz"

Netz-Tipps
Prof. Dr. Gerald Hüther
Lernwelt

Prof. Dr. Harald Lange

Bewegungslernen
Im kindlichen Bewegungslernen wird eine exklusive Dimension der Lernthematik sichtbar, die im Kontext
der Gegenstände anderer Lernbereiche (z.B. Mathematik, Lesen oder Schreiben) zumeist verborgen bleibt:
Das Lernen im Sport-, Spiel- und Bewegungsunterricht ist leiblich verfasst, weshalb Bewegungslehrer
auch hautnah und visuell nachvollziehen können wie sich Kinder mit den Gegenständen, Herausforderungen,
Widerständen und Schwierigkeiten im Bewegungsunterricht auseinandersetzen und wie sie sich diese zu Eigen machen. Im Zuge differenzierter Bewegungsbeobachtungen ist es deshalb auch möglich auffällige Veränderungen im kindlichen Bewegungsverhalten festzustellen. Solche Veränderungen lassen sich hinsichtlich verschiedener Merkmale der beobachtbaren Bewegungsqualität beschreiben (z.B. Bewegungsumfang, -rhythmus, -konstanz, -präzision, - fluss, - tempo, -kopplung, usw.) und sie erlauben in der Interpretation Rückschlüsse auf den Verlauf
des jeweiligen Lernprozesses.
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Prof. Dr. Heinrich Dauber

Kongressthema: Wissenschaft und Spiritualität - neue Perspektiven für die Erziehung
Ziel und Chance pädagogischer Arbeit ist, die Fülle der Möglichkeiten des Mensch-Seins zu eröffnen
und gleichzeitig Realitätstüchtigkeit in der herrschenden Gesellschaft zu trainieren. Dieser Prozess
ist zwischen den Generationen – phasenweise – notwendig konflikthaft und pendelt zwischen dem Streben
nach Autonomie und Verbundenheit für die nachwachsende, Selbstbehauptung und Selbsthingabe für die
"erzogene" Generation. Mit Erziehung sind im Sozialisationsprozess unvermeidlich kulturelle und soziale
Konditionierungen verbunden, die unsere Wahrnehmung, unsere Wertmaßstäbe und unsere Selbstkonzepte,
damit unser Handeln prägen und beschränken. In der Tradition der Humanistischen Pädagogik erfordert dies
einen fortwährenden, altersgemäßen Dialog, in dem sich im besten Fall Erziehung in Selbsterziehung verwandelt.
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Birgit von Ehrenwiesen

Steine, die Klänge erzeugen
Die Kieselschule – Gewaltprävention durch Musik

Die Kieselschule ist ein Programm zur musikalischen Förderung von Kompetenzen zur Gewaltprävention
an Kindergärten und Grundschulen. Der Kieselstein, der von groß und klein als hübsch wegen seiner Farben
und Mustern empfunden wird, wird als Medium für das musikalische Miteinander eingesetzt.
Entwickelt wurde dieses musikalische Curriculum von einem Team aus Musikern, Medizinern und Psychologen.
In das Programm der Kieselschule sind neueste psychologische und neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse
mit eingeflossen, die zeigen, dass musikalische Erfahrungen in vielfältiger Weise emotionale, kognitive
und soziale Kompetenzen fördern können. Artikel lesen [114 KB]