Eltern
Rita E. Kaufmann
Selbstbestimmung und Beziehungslernen.
Achtsamkeit in Familie und Schule
In seinem Buch "Das erschöpfte Selbst" führt der französische Soziologe Alain Ehrenberg
die depressiven Krankheitsbilder in der Gegenwart auf die Erwartung an die einzelne Person zurück,
ihr Leben selbstbestimmt zu führen. Diese Freiheit, diese Verantwortung führe zur Erschöpfung,
weil Scheitern als individuelles Versagen interpretiert werde.
Zweifellos leben wir in einer schnelllebigen Zeit: durch Reizüberflutung gekennzeichnet
und durch vielfältige Ansprüche an uns selbst und an unsere Kinder. Frau und Mann sehen
neben der Notwendigkeit vielfach auch eine Chance auf Glück darin, berufstätig zu sein,
selbstbestimmt zu leben, sich etwas leisten zu können, einen Partner und Kinder zu haben.
Aber die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fordert manchmal einen hohen Preis.
Lesen Sie hier den Vortrag von Rita E. Kaufmann [408 KB]
Dr. Karl Gebauer
Die Bedeutung des Vaters
Was heißt Vatersein heute? Autoritätsverlust, veränderte Männerbilder, Patchwork-Familien -
kaum eine Rolle ist so sehr im Umbruch wie die des Vaters. Die Verunsicherung ist groß -
wie gehen Väter mit der Veränderung ihrer Rolle und der daran gestellten Ansprüche um?
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Dr. Barbara Schweder
Mutterliebe – Warum sie uns stark macht. Weshalb Sie bedroht ist
"Emotionale Reife findet ihren Ausdruck nicht zuletzt in der Bewältigung von Gefühlen,
sie ist eng mit Sprachkompetenz verknüpft. Verarmung in der Sprache, die vielfach zu beobachten ist,
führt zur Verarmung der Gefühlswelt. Gefühle, die nicht begriffen werden, weil die Begriffe fehlen,
können nicht verarbeitet werden, stauen sich an bis zur Unerträglichkeit und entladen sich daraufhin
instrumental – in gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die zunehmende Gewaltbereitschaft in unserer
Gesellschaft ist eine unmittelbare Folge der seelisch-geistigen Verarmung, der Sprachlosigkeit
und der emotionalen Hilflosigkeit. Und es ist kein Zufall, dass diese Phänomene unter den jungen Menschen
gerade jetzt häufiger auftreten, wo die Verantwortung für die Entwicklung der Heranwachsenden zunehmend
delegiert wird. Wo unsere Gesellschaft glaubt, auf Mutterliebe verzichten zu können . . . . . . ."
Interview lesen [25 KB]