Die Kieselschule
Die Kieselschule ist ein musikalisches Curriculum zur primären psychosozial orientierten Prävention für Grundschulen und Kindergärten. Das Konzept gründet auf der Annahme, dass Musik als besondere Mitteilungsform die Bedürfnisse des Kindes nach Hören, Erleben, Gestalten und Kommunizieren intensiv befriedigt und gleichzeitig die Entwicklung der sozial-emotionalen Kompetenzen stimuliert. Verschiedene Forschungsbefunde und entwicklungs-psychologische Theorien zu den Entstehungsbedingungen aggressiven Verhaltens verweisen auf spezifische sozial-emotionale, individuelle und interindividuelle Kompetenzdefizite aggressiver Kinder.
Wenn die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern gestärkt werden, greifen sie in spannungsreichen
und konfliktbelasteten Situationen weniger wahrscheinlich auf Gewalt als Lösungsmöglichkeit zurück.
Das musikalische Spiel eignet sich insofern als gewaltpräventive Maßnahme, weil die Kinder
mit musikalischen Mitteln prosoziales Verhalten spielerisch lernenund problematisches Verhalten verlernen können.
Leitung des Projekts: Prof. Mag. Klaus Feßmann, Manfred Kniel, Peter Schipek