Das Almteam
Wir sind so froh, diese erfahrenen und hochmotivierten Betreuer gefunden zu haben, die bereit sind, durchgängig mit den Kindern auf der Alm zu leben und sie unterstützend in ihrer Potential-Entfaltung zu begleiten, aber auch zu trösten, ihnen Geborgenheit, Sicherheit und liebevolle Zuwendung zukommen zu lassen.
Claudia Borheck, 43 Jahre und Rüdiger Bachmann, 44 Jahre; Eltern von 4 Kindern
Nach dem Studium (Claudia Diplom Sozialpädagogik und Rüdiger Wirtschaftswissenschaften) und ersten Berufserfahrungen (Claudia Evangelisches Kinderheim und Rüdiger Aufbau eines Bioladens) wurden wir nach und nach Eltern von vier Kindern, die jetzt im Alter von 7 bis 14 Jahren sind. Zwei von ihnen, Paul, 10 Jahre und Emma, 7 Jahre, werden auf der Alm dabei sein. Ebenso unser Hund Jokke, ein Berner Sennenhund.
Rüdiger und ich haben schon in vielen verschiedenen Projekten mit Kindern und Jugendlichen Erfahrungen gesammelt, wie z. B. in unserer Gemeinde beim Kindergottesdienst, in der Orff-Gruppe, in der Offenen Behindertenarbeit oder in den Ferien-Erlebniswochen. Später den Bedürfnissen unserer beiden älteren Kinder folgend, haben wir einen Waldkindergarten in Augsburg gegründet, woraus sich im Laufe der Jahre eine Freie Schule entwickelt hat.
Nach dem Via nova-Projekt werden wir im September bei der Entwicklung eines generationen-übergreifenden Wohnprojektes in der Nähe von Kempten mitarbeiten.
Über all die Jahre haben uns verschiedene Themen, wie gesunde Ernährung (Rüdiger Ausbildung zum Gesundheitsberater GGB), Naturpädagogik und Erziehung im Rahmen kindlicher Entwicklungsbedürfnisse, begleitet. Organisationsentwicklung und politische Arbeit für die Verbesserung der Rahmenbedingungen von Waldkindergärten und freien Schulen in Bayern hat einen zusätzlichen Teil unserer Zeit in Anspruch genommen.
Claudia
„Ich freue mich sehr bei diesem außergewöhnlichen Projekt als Begleiterin mitwirken zu dürfen. Gespannt bin ich, wie wir die Herausforderungen der Natur und des einfachen Lebens auf der Alm gemeinsam meistern werden. Ich werde in der Zeit meine Erfahrung bei der Zubereitung unserer Mahlzeiten und dem Umgang mit Lebensmitteln, sowie meine eigene Neugierde am Entdecken einbringen und mich der Herausforderung „aus-nix-was-machen“ stellen. Für diese Herausforderung sind Rüdiger und ich ein fast unschlagbares Team. Wichtig ist für mich ein klarer Tagesablauf, der uns als Gruppe Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.
Ich singe und spiele gerne Gitarre und hoffe damit den ein oder anderen von Euch auch dafür begeistern zu können. Ansonsten liebe ich es barfuss draußen unterwegs zu sein; direkt vor unserer Hütte fließt ein kleiner Bach und ich sehe uns schon stundenlang am und im Wasser spielen...“
Rüdiger
„Mich motiviert bei Via nova dabei zu sein, die Herausforderung anzunehmen, die Kinder in einer besonderen Lebenserfahrung zu begleiten. Ich bin – ja ehrlich – geehrt, dass Ihr Eltern Euer bestes „Stück“ in unsere Obhut gebt. So lange und so ab vom Schuss und so ab von eingetretenen Pfaden. Das zu meistern und bei aller Entdecker-Arbeit das genau notwendige Maß an Sicherheit zu spüren, wissen und erkennen, ist auch eine tolle Herausforderung. Das Neue und Unbekannte reizt mich immer wieder und so will ich auch schauen, dass das den Jungen auf ihrem Weg ein Stück weiterhilft.
Meine bisherigen Erfahrungen, die hier hilfreich sein könnten, sind bei ordentlichem Überlegen doch einige. Dachte ich doch zuerst, dass da nicht so viel da ist, da ich ja auch solch ein Projekt noch nicht hatte. Hier ein paar davon.
Was ich ebenso wichtig wie spannend finde, ist das Themenfeld Jungs werden Männer - Geschichten und Helden sowie das Umgehen mit der eigenen Persönlichkeit und auch der geschlechtsspezifischen Rolle.
Gemeinsames und Verbindendes sind alte Themen meiner Entwicklung vom Lagerfeuer bis zu Teamgeist-Bildung auf verschiedenen Ebenen.
Individuelles und Potenzial als nächstes Erfahrungsfeld hat in den Jahren der Begleitung der Jungen in unserer Schule tolle Projekte hervor gebracht.
Konflikt und Lösung ist das spannendste Werte-Paar, das mich begleitet mit meiner Partnerin, den Kindern, aber auch als Ausbilder und Projektleiter. Und im Ausblick auf die Zukunft Ihrer Jungen – aber ich denke dabei auch an unsere eigenen – gibt es äußere Anforderung und innere Qualitäten als große Spieler im Leben, die heute oft Gegner zu sein scheinen. Hier glaube ich hilft, wie so oft, ein Umgehen in Leichtigkeit und Spiel! Das ist mir Auftrag und Freude zugleich."
Martin Gecks
- geboren am 7. März 1976 in München
- Dipl. Sozialpädagoge (FH)
Studienschwerpunkt Heilpädagogik - Neurofeedback-Trainer (EEG-Info, USA)
Erfahrung:
- 10 Jahre offene Jugendarbeit (Jugendzentrum).
- Sieben Jahre Tätigkeit in der Jugendhilfe (individuelle Einzelbetreuung, Jugendamt, Krisenintervention, mehrere Wohngruppen für psychisch kranke Jugendliche, mehrere Heilpädagogische Tagesstätten, Erlebnispädagogik, etc.)
- mehr als hundert systemische Aufstellungen.
Zusatzausbildungen in den Bereichen
- AD(H)S, Anti-Aggressivitäts-Training,
- Visionssuche-Leitung,
- Klettern/Bergsport,
- Erste Hilfe
und vieles mehr.
Hobbys
Sportklettern, Computer, Schwimmen, Bergsteigen
Warum ich die Kinder im Rahmen von ViaNova begleite:
„In den letzten Jahren habe ich primär mit Kindern mit AD(H)S-Symptomatik gearbeitet. Einigen von Ihnen war eine Methylphenidateinnahme wegen zu hoher Nebenwirkungen nicht zuzumuten. Häufig fallen diese Kinder in den gängigen Hilfesystemen durch alle Raster. Nicht selten war auch ich durch den institutionellen Rahmen oder Dienstanweisungen gezwungen, diese Kinder für Ihr Anders-Sein zu bestrafen. Daher machte ich mich auf die Suche nach neuen Wegen.
Ich sehe mein Talent darin, die Kinder zu verstehen und ihnen die Sichtweise der Erwachsenen oder anderen Kinder verständlich zu machen, sowie ihnen zu helfen, sich selbst zu verstehen und anzunehmen. Viele ihrer vermeintlichen „Schwächen“ bergen Talente in sich, die genutzt werden können. Ich nehme die Kinder als Menschen so an wie sie sind und werde ihnen ein Mentor und Begleiter sein - in guten wie in schlechten Zeiten. Ich werde von/mit ihnen lernen, so wie sie von mir.
Ich trainiere mit den Kindern, zunehmend selbst die Verantwortung für Ihre Handlungen und Entscheidungen zu übernehmen. Dies bedarf eines gewissen Maßes an Entscheidungs- und Erprobungsfreiheit. Gleichzeitig stelle ich einen sicheren Rahmen für sie und die Gruppe her.
Zur Sicherheit auf der Alm trage ich auch durch meine alpine Ausbildung und Erfahrung bei, die ich im Rahmen des Deutschen Alpenvereins sammeln konnte. Seit mehreren Jahren leite ich dort eine Jugendgruppe mit (derzeit) 11-13jährigen Kindern. Die Unternehmungen in den Bergen und der Umgang mit den Kindern bereiten mir große Freude.
Mein Ziel ist es, den Kindern wieder Wege zu Ihrem Selbstwert, Ihrer eigenen Motivation und vor Allem ihrer Lebensfreude zu offenbaren.“


